Behandlung der Schilddrüsenüberfunktion

Die Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion hängt von der Ausprägung, der zugrundeliegenden Ursache (z.B. Schilddrüsenautonomie, M. Basedow) und dem Wunsch des Patienten ab.

Reduzierte Jodaufnahme

Jod ist ein wichtiger Baustein für die Synthese von Schilddrüsenhormonen. Bei einer drohenden oder bereits bestehenden Schilddrüsenüberfunktion sollte der Patient die Jodzufuhr nach Möglichkeit drosseln und vor allem nicht noch zusätzliches Jod (z.B. Jodtabletten) aufnehmen. Bei der Ernährung sollten nach Möglichkeit sehr jodhaltige Nahrungsmittel (z.B. Meeresfrüchte, Algen) vermieden werden.

Viel Jod befindet sich z.B. auch im Herzmedikament Amiodaron oder in vielen medizinischen Kontrastmitteln, die bei bestimmten radiologischen Untersuchungen eingesetzt werden (z.B. Kontrastmittel-Computertomografie, Gefäßdarstellungen).

Thyreostatika

Zur Senkung des Hormonspiegels stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung (Thyreostatika).

Am häufigsten werden Medikamente vom Thionamid-Typ (Thiamazol, Carbimazol) eingesetzt. Diese hemmen in der Schilddrüse den Einbau von Jod in die Schilddrüsenhormone und drosseln so die Neuproduktion. Die bereits im Körper befindlichen Hormone werden nicht beeinflusst. Die Senkung des Hormonspiegels erfolgt über den natürlichen Abbau und kann eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen.

Herz-Kreislaufmedikamente

Kommt es als Folge der Hyperthyreose zu Symptomen seitens des Herz-Kreislauf-Systems wie z.B. zu hoher Pulsschlag oder Blutdruck kann die zusätzliche Behandlung mit bestimmten dämpfenden Medikamenten wie z.B. Beta-Blocker erforderlich sein.

Radiojodtherapie, Schilddrüsenoperation

Als sogenannte definitive Therapie wird die Beseitigung des krankhaft zu viel Schilddrüsenhormon produzierenden Gewebes, z.B. durch eine Radiojodtherapie oder eine Schilddrüsenoperation, bezeichnet. Beide Verfahren haben Vor- und Nachteile, die im Einzelfall abgewogen und mit dem Patienten besprochen werden müssen.